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SFV Derneburg - Astenbeck e.V.

 

Kapitale Bachforelle in Rhene

 

Es war ein sonniger Samstag Nachmittag als ich mit meinem Kumpel beschloss fischen zu gehen. Wir entschieden uns vom Wehr in Binder die Innerste Richtung Rhene aufwärts zu laufen, da wir dort schon ein paar Wochen zuvor erfolgreich waren.

Direkt unterhalb des Wehres konnte ich mit den ersten Würfen einen schönen Döbel landen und mein Freund fing die erste Bachforelle. Bei einem solchen Start ging es dann gut gelaunt und voller Erwartung auf unsere nächsten Spots weiter.

Bis zum Sportplatz in Rhene tat sich dann nicht viel, wir fingen nur ein paar untermaßige Forellen, welche wir natürlich wieder schonend zurück ins Wasser entließen. Da wir uns auf der Strecke ordentlich Zeit gelassen hatten, fing es langsam an zu dämmern, was für den Rest der Strecke Hoffnung aufkommen ließ.

Da das Gewässer am Sportplatz ziemlich zugewachsen war, konnten wir nur an wenigen Stellen fischen und entfernten uns etwas von einander.

Mein Kumpel fing wieder eine gute Forelle, die er natürlich erst einmal versorgen musste. Da mir das zu lange dauerte, marschierte ich schon ein paar Stellen weiter, um die kostbare Zeit nicht zu verschwenden. Er brauchte ungewöhnlich lange, da sich der Köder im Kescher verhakte. So war ich bereits an der Stelle angekommen, an der die Innerste wieder mit dem Nebenfluss zusammenläuft und als ich die Kehrströmungen sah, kribbelte es mir bereits in den Fingern. Aber ich wartete bis mein Kumpel in Sichtweite war, er hatte ja schließlich den Kescher. Sofort nachdem ich ihn erblickte und mir sicher war, dass er bei einem Fisch rechtzeitig da wäre, um zu keschern, drehte ich mich zum Wasser und warf in die Kehrströmung, direkt unterhalb eines Baumes.

Sofort nach dem ankurbeln, spürte ich einen heftigen Einschlag in der Rute. Ich war sofort sehr nervös, da ich ein relativ dünnes Vorfach fischte, was zwar bisher immer gehalten hatte, aber ich merkte, dass ich es nicht mit einer Portionsforelle zu tun hatte. Als ich den Fisch das erste mal erblickte, rief ich direkt meinen Kumpel, der noch etwa 10 Meter von mir entfernt war und seelenruhig auf mich zu ging.

Als er aber sah, wie sich meine Rute krümmte, beeilte er sich auf den letzten Metern. Sofort als er den Fisch sah, raunte ein lautes ,,Alter'' über seine Lippen.

Bei der erst besten Möglichkeit bescherte er den Fisch, um es erst gar nicht auf die Schnur ankommen zu lassen.

Sofort als das Monster im Kescher lag, atmeten wir beide auf und freuten uns riesig. Er holte sein Maßband aus der Hosentasche:,,Die hat über 60'' sagte er nur und wir beide staunten nicht schlecht.

Nach dem Versorgen des Fisches war es dann schon Abend und wir beschlossen unsere Tour mit diesem Ergebnis zu beenden.

Was für ein brillanter Angeltag!

Geschrieben von Gero Tostmann